"MissProjekt" - Gewinnung von Ehrenamtlichen für die Arbeit mit Kindern

Wann und wo wurde das Projekt durchgeführt?

Von April 2002 bis April 2005 wurden im Pfarrbereich Laucha innerhalb von 3 Jahren mit Hilfe des "MissProjekts" Ehrenamtliche für die Arbeit mit Kindern gesucht und ausgebildet.

 

Was war das Ziel des Projektes?

In Orten, aus denen keine Kinder kirchliche Angebote bis zu diesem Zeitpunkt nutzten, sollten stabile Gruppen aufgebaut werden. Außerdem sollten Ehrenamtliche für die Arbeit mit Kindern ausgebildet werden, die qualifiziert Nachmittage gestalten können.

 

Wie wurde der Weg des Projektes gestaltet?

Zu Beginn mussten Ansprechpartner, die zum sozialen Umfeld der Kinder gehörten, für diese Arbeit gewonnen und ausgebildet werden. Dazu wurde eine Projektleiterin angeworben, die durch ein erstes theologisches Examen und Erfahrungen in amerikanischen Gemeinden sehr gut qualifiziert war. Die Finanzierung erfolgte über die Landeskirche, den Kirchenkreis (Personalkosten) und die Gemeinde (Sachkosten). Die Projektleiterin war zugleich auch für Projekte in Freyburg, Nebra und Karsdorf zuständig.

 

 

Wie wurde das Projekt angenommen?

Im Hinblick auf ehrenamtlich verantworte Kindergruppen in den verschiedenen Orten konnte das Ziel vollständig erreicht werden.

 

Folgende regelmäßige Veranstaltungen bzw. Gruppen konnten aufgebaut werden:

 

 

1. Kindernachmittage, die von Ortsansässigen verantwortet werden und eine Kita-Arbeit.

Es sind inzwischen im Pfarrbereich Laucha in fünf Orten (Weischütz, Thalwinkel, Tröbsdorf, Hirschroda und Kirchscheidungen [seit 2011]) zusätzlich zur hauptamtlich verantworteten Christenlehre in Laucha und Burgscheidungen stabile Gruppen entstanden, die etwa 3/4 aller Kinder im jeweiligen Ort erreichen.

Diese Gruppen werden ehrenamtlich geleitet. Die Ehrenamtlichen (meist Frauen und Jugendliche) sind zum Teil kirchenfremd. Durch die Arbeit entfassten einige sogar den Entschluss für sich selbst, sich taufen zu lassen. Zu zwei Kindergärten (Laucha und Burgscheidungen) wurde - über die Planung hinaus - eine stabile Kooperation aufgebaut. Die Kooperation in Laucha bezieht sich auf Projekte wie der Kita-Chor, in Burgscheidungen bietet eine Ehrenamtliche seit 2011 eine monatliche "Erzählstunde zur Bibel" an.

 

2. Kinder- und Familienfeste

6 Jahre nach Projektende sind die Kinder- und Familientage in Zscheiplitz und das Bibelcamp eine gute Tradition geworden. Sie werden im Team von Haupt- und Ehrenamtlichen vorbereitet. Besucht werden diese Feste von Christen und Nichtchristen aus der Region.

Durch den Schub des missionarischen Projektes ist es für kirchenfremde Jugendliche und Erwachsene ebenso wie für christliche Ehrenamtliche "normal"  bei Kinderprojekten mitzuwirken. Dadurch sind immer neue Aktionen möglich wie z.B. FerDiNAnd.

 

Was bringt die Zukunft?

Auch nach Abschluss des Projektes geht die Kinderarbeit weiter. Die Kindernachmittage, Kita-Arbeit und die Feste sind regelmäßige Veranstaltungen für Kinder (und ihre Eltern). Die Arbeit ist jedoch noch nicht ausgeschöpft. Weitere Ehrenamtliche für die Arbeit sind immer gefragt oder weitere Ideen für die Arbeit mit Kindern sind immer herzlich Willkommen.