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Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Off. 21,6

Sie hat gespielt, sich ausgetobt. Jetzt ist sie durstig, sieht das klare Wasser sprudeln und trinkt, glücklich, froh. Es kostet sie nichts, so, wie es den Mann nichts gekostet hatte, der vorhin hier trank, durstig nach den vielen Stunden, in denen er einfach gelaufen war, nur weg aus seiner leeren Wohnung. Oder das junge Paar, das auf seiner Suche nach einer Hochzeitskirche so weit gefahren war und nun glücklich, aber durstig hier angehalten hatte. Kostenlos gesundes Wasser für Durstige, eine schöne Sache. In vielen Ländern ist es undenkbar, einfach so frisches Wasser trinken zu können. Wir kennen die Bilder von Menschen, die geduldig mit ihren Kanistern lange anstehen, um sauberes Wasser zu holen. Undenkbar, dass jemand das Angebot frischen Wassers ablehnt. So war es zu biblischen Zeiten, so ist es bis heute. Zugang zu Wasser ist kostbar und von vielen dringend ersehnt, das weiß auch der Seher Johannes. Wie lebendiges, frisches Wasser so ist Gottes lebenspendender Geist, seine Nähe und Kraft, die er uns schenkt. Und es ist mit ihm wie mit dem frischen Nass: In den armen Ländern kommen die Menschen, sie nehmen für den Glauben Entbehrungen und Gefahr auf sich, sie sind froh und voller Kraft, weil sie diese Quelle haben. Wir haben reichlich davon, können sicher und überall Gottesdienst feiern, mit anderen die Bibel lesen und unseren Glauben öffentlich leben. Aber zu viele haben das vergessen, sie suchen überall sonst nach einem Inhalt für ihr Leben. Und wir, merken wir, welche Kostbarkeit uns Gott schenkt? Welche Kraftquelle wir mit Gottes Wort und dem Glauben haben? Beim Propheten Jeremia heißt es schon: Sie verlassen Gott, die Quelle des lebendigen Wassers, und graben sich stattdessen schmutzige Zisternen. Eine alte Erfahrung der Gottvergessenheit. Und doch hört Gott nicht auf, für uns dazusein, er verschenkt sich großzügig, so, wie der Wasserstrahl sprudelt, bereit für jeden, der sich von ihm stärken lässt. Lebendiges Wasser, das Wasser der Taufe, Gottes Geist, sein Wort, seine Nähe, wir können davon haben, soviel wir brauchen. Davon wollen wir nehmen, das wollen wir weitergeben, damit 2018 für alle ein gesegnetes Jahr ist.

Ihre Anne-Christina Wegner