Alle Gottesdienste und Veranstaltungen finden Sie ... hier

 

Christus spricht: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“

 

Noch liegt der Satz in weiter Ferne. In diesen Tagen geht es Richtung Jerusalem. Jesus redet von seinem Tod, davon, wie seine Freunde und Schüler an ihm irre werden und ihr Heil nicht mehr bei ihm, sondern in der Flucht suchen. Und Jesus redet von der Auferstehung, davon, dass sie Vertrauen haben können statt der Angst. Weil Gott mit ihm alles überwindet, sogar den Tod. Sie verstehen es nicht. So sind es für sie Tage voller Unklarheit. Die Perspektive ist grau, die Gegenwart schwierig. Jesus geht mit seinen Leuten auf Karfreitag und Ostern zu. Und wir gehen jedes Jahr in Gedanken diesen Weg mit. Mancher versteht sehr gut, wie den Freunden damals zumute ist, weil auch für ihn manches schwierig und unklar ist. Mir geht es auch nicht anders. An den Umgang mit der Krankheit muss man sich gewöhnen, andere müssen einen Abschied verkraften. Habt Vertrauen, sagt Jesus. Nach Ostern gewinnen diese Worte für seine Schülerfreunde Kraft und Glanz. Denn sie erfahren: Wir sahen ihn sterben, aber Gott zeigte mit ihm: Not und Tod überwindet seine Macht. Gott schenkt hinter dem Tod das ewige Leben. Eine unglaubliche Erfahrung, sie brauchen recht lange, ehe auch das letzte Fetzchen Angst und Unsicherheit vergangen ist. Aber ihr Vertrauen wächst. Und so nehmen sie seine letzten Worte in ihr Herz auf: Geht, redet von eurem Glauben, tauft alle, die ihr erreicht und lehrt sie alles, was ich euch befahl. Und seht: Ich bin bei euch, wohin euer Weg euch auch führt, bis ans Ende der Welt immer und ewig. Da atmeten sie auf, denn ein Weg wird gangbar, wenn ich ihn nicht alleine gehen muss. Sie gaben uns diese Erfahrung weiter, sie trägt auch uns. Ich nehme diesen Satz mit auf meinen Weg durch die Passionszeit. Es leuchtet schon das Osterlicht darin, das gibt mir eine getroste Zuversicht in allen Unwägbarkeiten. Komme, was mag: Gott geht mit Dir und mit mir.

Ihre Anne-Christina Wegner

 

 

 

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein. (1.Sam 7,3)

 

Liebe Gemeinde,

 

mein Name ist Johanna Reitmeier. Ich studiere evangelische Theologie in Halle und begleite für vier Wochen Pfarrerin Wegner und Pfarrer Mahlke im Rahmen meines Gemeindepraktikums. In diese vier Wochen fällt der Beginn der Passionszeit, die für viele Menschen auch eine Zeit des Fastens ist. Fasten ist mehr als Verzicht. Es gibt uns die Möglichkeit, Raum zu schaffen: für Menschen, die bei all` den Terminen, die unseren Alltag bestimmen, und bei all` den Dingen, die wir zu erledigen haben, manchmal zu kurz kommen. Die Fastenzeit ist ebenso eine Zeit der Besinnung. Was ist mir wichtig? Woran hängt mein Herz? Im Alten Israel galt das Herz als der Ort des Fühlens und Denkens. Sein Herz jemandem zuzuwenden, war etwas, das das ganze Leben betraf und ausfüllte. Der Monatsspruch lädt uns ein, uns so Gott zuzuwenden. Doch das ist gar nicht so einfach. Nach dem sonntäglichen Gottesdienst nehme ich mir oft vor, auch an den folgenden Tagen mehr an Gott zu denken. Und dann holt mich der Alltag ein und ich vergesse das recht bald wieder. Für die kommende Fastenzeit habe ich mir deshalb vorgenommen, abends meine Gedanken in einer Art Tagebuch festzuhalten, mir mehr Zeit für Gebete zu nehmen und bewusst mit anderen Menschen über Gott und das, was mich bewegt, ins Gespräch zu kommen. Ich bitte Sie, begleiten Sie mich auf diesem Weg, damit Ostern für uns alle gesegnet wird. Ihre Johanna Reitmeier

 

 

 

Die Liebe, heißt es, ist die Größte.

 

Die stärkste Macht der Welt. Stärker als der Hass. Stärker als der Tod. Stärker also als das, was Angst macht. Liebe, zieh in mein Herz ein! Breite dich aus. Mit deiner Auferweckungs-Energie. Die Liebe, heißt es, verändert alles. Weil sie freiwillig leidet. Sich und ihr Bestes gibt. Weil ihre Passion das Heil aller sucht.

 

Und also überwindet. (Christine Brudereck)