Es war ein bewegtes Jahr: Handelskrieg, Unwetter, Großbrände, Gewalt, Brexit - große Themen bestimmten Diskussionen und Nachdenken. Vor allem das Thema Umwelt wirkte bis in unseren Alltag hinein Bei keinem anderen Thema erlebte ich so heftige, aggressive Debatten. Bei allen Kontroversen Frieden zu bewahren, ist unsere Verpflichtung als Christen. Suche Frieden und jage ihm nach, das war unsere Jahreslosung. Lass ab vom Bösen und tue Gutes – das ist die erste Hälfte des Bibelspruchs. Zu dem Bösesten, das uns beschäftigte, gehört das zügellose, vernichtende Reden, beschimpfen, lügen, verleumden. Wir leiden mit unserer Gesellschaft darunter. Was mit Worten beginnt, gebiert Taten. Und darin liegt auch unsere Chance: Gutes reden, klar und wahrhaftig dem Verleumden und Lügen begegnen, das wirkt: Was mit guten Worten beginnt, gebiert Gutes. Unser Glaube gebietet uns genau das: Gutes reden und tun, das Böse überwinden mit Gutem. Unser Glaube erscheint uns vielleicht ohnmächtig angesichts von so viel Dunklem. Wie soll unser Glaube ausreichen? Die neue Jahreslosung gibt uns dafür ein Gebet: Ich glaube! Herr, hilf meinem Unglauben! Hilf, dass in meinem zweifelnden Glauben Zuversicht wohnt! Wer glaubt, spürt, wie zerbrechlich Gewißheiten sind. Und erfährt: Mir bleibt, mich an Gott festzuhalten und zu beharren: Ich glaube! Du bist mein Gott, der mir hilft. Etwas anderes haben wir nicht als Gottvertrauen, Liebe und Hoffnung. Aber das sind die Kräfte, die Gott uns schenkt. So gesegnet gehen wir getrost von einem Jahr zum neuen, klar, wahrhaftig und friedfertig.